Positionen Landwirtschaft
Positionspapier zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sowie zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)Berlin, März 2008
Die jungen LandwirtInnen im Bund der Deutschen Landjugend (BDL) agieren als Partner der Umwelt und möchten durch die Bereitstellung von alternativen umweltschonenden Energieträgern, insbesondere durch den Anbau von Biomasse und die Betreibung von Biogasanlagen, aktiv zum Umweltschutz und zur CO2-reduzierung beitragen.
An dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, das mehrere Gesetze und Verordnungen umfasst, sieht der BDL einen gewissen Korrekturbedarf. Nachfolgend sind dazu die Anmerkungen dargestellt, die sich schwerpunktmäßig auf die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), hier vor allem auf der Biomasse- und Biogasproduktion, beziehen.
Positionspapier zum Klimaschutz und EEG-Gesetz Positionspapier zum Einsatz der Gentechnik in der LandwirtschaftBerlin, November 2007
Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) setzt sich mit dem Einsatz der Grünen Gentechnik in der Landwirtschaft kritisch auseinander. Auf Regional- als auch auf Bundesebene wird die Nutzung der Gentechnik im BDL sehr kontrovers unter Berücksichtigung verschiedener Positionen von Befürwor-tern als auch „Gegnern“ der Gentechnik diskutiert. Dabei wird die Analyse der Chancen als auch der Risiken des Gentechnikeinsatzes als Grundlage für die Meinungsbildung des BDL genutzt.
Die Nutzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hat weltweit eine große Bedeutung erlangt: So wächst der Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen jährlich und hat mittlerweile über 100 Mio. ha erreicht. Der BDL ist sich darüber im Klaren, dass sich Deutschland dieser neuen Technologie stellen muss und keine Insel im Sinne einer gentechnikfreien Zone schaffen kann. ...
Positionspapier zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft Argumentationspapier zur Bedeutung der Absatzförderung in DeutschlandDie zukünftigen Herausforderungen freier Märkte und eines steigenden Wettbewerbes für junge LandwirtInnen machen die Notwendigkeit einer informativen Marktberichtserstattung und eines professionellen Marketings unumgänglich. Einzelne LandwirtInnen können diese Arbeit allein nicht leisten. Darum ist die Arbeit der zentralen Absatzförderung in Deutschland auch für die Zukunft von großer Bedeutung. Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) spricht sich daher für die Aufrechterhaltung der zentralen Absatzförderung in Deutschland aus. .....
Argumentationspapier zur Bedeutung der Absatzförderung in Deutschland Grundsatzpapier zur Förderung der Entwicklung ländlicher Räume Nonnweiler-Braunshausen, April 2007
Die derzeitige Situation in Deutschland ist gekennzeichnet durch den demographischen Wandel. Der Anteil junger Menschen sinkt während die ältere Generation zunimmt. Zudem entvölkern die ländlichen Gebiete durch die Abwanderung insbesondere junger und gut ausgebildeter Menschen. Lebens- und Bleibeperspektiven sehen viele junge Menschen nur unzureichend auf dem Land und suchen dergleichen verstärkt in Städten und Stadt-Randgebieten. Es fehlt vor allem an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in den ländlich geprägten Regionen. Dies ist die Hauptursache der Abwanderung junger Menschen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es „den ländlichen Raum“ nicht gibt, denn die einzelnen Regionen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht.
Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) setzt sich ein für attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen für die junge Generation in den ländlichen Räumen und möchte somit Zukunftsperspektiven für ein Leben auf dem Land schaffen.
Grundsatzpapier zur Förderung der Entwicklung ländlicher Räume Positionspapier zum Health Check der Gemeinsamen AgrarpolitikBerlin, im März 2007
Für die Landwirtschaft ist die Marktausrichtung seit der letzten 2003 beschlossenen EU-Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stärker geworden. Vor allem die Entkopplung, also die Loslösung der Direktzahlungen von der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, förderte eine stärkere unternehmerische Handlungsweise. Zugleich wurde die landwirtschaftliche Produktion an die Einhaltung hoher Standards in Qualität, Sicherheit, Tier- und Umweltschutz mittels Cross Comliance geknüpft. Die agrarpolitischen Weichen sind durch die Umsetzung der GAP-Reform bis 2013 gestellt. Für das Jahr 2008 wurde von der EU-Kommission ein „Health Check“ der Gemeinsamen Agrarpolitik angekündigt. Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) als berufsständische Vertretung der jungen LandwirtInnen in Deutschland nimmt diese Ankündigung zum Anlass, Forderungen zur zukünftigen Gestaltung der EU-Agrarpolitik zu formulieren, einschließlich einer Position zum Health Check.
Positionspapier zum Health Check Grundsatzpapier zur Zukunft der LandwirtschaftOrtenberg, 30. April 2006
Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL), als Interessenvertretung und Sprachrohr der jungen Landwirtinnen und Landwirte, setzt sich intensiv mit der Zukunft der Landwirtschaft auseinander. Dieser Wirtschaftszweig bedeutet Zukunftschancen für viele junge Menschen, die sich für ein Leben auf dem Land entschieden haben. Dabei geht es dem BDL um die zukünftige Sicherung der Landwirtschaft mit all seinen angrenzenden Bereichen. Dazu gehören die vor- und nachgelagerten Bereiche der Landwirtschaft ebenso wie alternative Einkommensquellen. Diese Netzwerke beleben und sichern die ländlichen Räume als Zukunftsregionen für junge Menschen.
Nachfolgend sind, nach Ansicht des BDL, die wichtigsten Anliegen für die Zukunft der Landwirtschaft dargestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die landwirtschaftliche Produktion und deren Vielseitigkeit, auf die Betrachtung von erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen, auf ökonomische sowie umweltrelevante Aspekte sowie auf die öffentliche Wahrnehmung der Landwirtschaft und die Nachwuchsgewinnung für den landwirtschaftlichen Sektor gelegt.
Der BDL setzt sich ein für:
* Die Erwirtschaftung eines angemessenen Einkommens in der Landwirtschaft
* Ein Gleichgewicht von Ökonomie und Ökologie
* Eine Gleichberechtigung innerhalb der Europäischen Union
* Nachwuchsförderung
* Eine verstärkte Integration von landwirtschaftlichen Belangen in die Öffentlichkeit
Erwirtschaftung eines angemessenen Einkommens in der Landwirtschaft
Für die jungen Menschen, die ihren beruflichen Werdegang in der Landwirtschaft suchen, ist es eine grundsätzliche Voraussetzung, ein angemessenes Einkommen auf langfristige Sicht zu erwirtschaften. Ein guter Lebensstandard der LandwirtInnen und ihrer Familien muss wie bei anderen Berufsgruppen auch mit diesem Einkommen ebenso möglich sein wie die Weiterentwicklung und Modernisierung des landwirtschaftlichen Betriebes.
Zur Erreichung ausreichender und angemessener Einkommen in der Agrarwirtschaft ist es notwendig, bestimmte an den Landwirt als Unternehmer gestellte Anforderungen zu erfüllen und seitens der Politik Rahmenbedingungen zu schaffen, die der Landwirtschaft förderlich sind...
Download des Grundsatzpapiers BDL-Grundsatzpapier zur Zukunft der landwirtschaftlichen SozialversicherungTrier, den 23. April 2005
...Durch demographische Entwicklung und landwirtschaftlichen Strukturwandel ist das System der Agrarsozialversicherung mit der Bewältigung der damit verbundenen finanziellen Belastungen auf Dauer allein überfordert. Der BDL sieht in der Bewältigung dieser finanziellen Aufkommen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und die Verantwortungsübernahme des Bundes... Um die Beiträge für die Versicherten in der Agrarsozialversicherung sozialverträglich zu halten, sieht der BDL gewisse Einschnitte in den landwirtschaftlichen Sozialbereichen als gerechtfertigt an… Er fordert ein soziales System, das eine zuverlässige soziale Absicherung der LandwirtInnen und ihrer Familien garantiert und zudem auf langfristige Sicht finanzierbar bleibt, so dass stabile Beiträge gewährleistet werden können. Der BDL sieht dabei die Weiterentwicklung und Modernisierung der landwirtschaftlichen Sozialversicherung für die Zukunft als unverzichtbar an...
Download des PositionspapiersBDL-Positionspapier zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)St. Martin, 25.04.2004
Mit den Beschlüssen des Agrarministerrates vom 26. Juni 2003 in Luxemburg über eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wurde eine grundlegende Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik und somit eine Agrarwende auf europäischer Ebene eingeleitet. Die EU-Kommission ist somit vom ursprünglichen Ziel, eine Halbzeitbewertung der Agenda 2000 (Midterm Review) durchzuführen, abgewichen. Die Beschlüsse der Agenda 2000, die bis 2006 Gültigkeit besaßen, verlieren somit ihre Wirkung, da die Kernelemente der GAP-Reform bereits ab 2005 gelten werden...
Download des PositionspapiersStellungnahme des BDL-Vorsitzenden Erik Jennewein zu den WTO-AgrarverhandlungenBerlin, im Juli 2003
Für die Förderung des Wohlstandes in der Welt und für das Wachstum der Weltwirtschaft ist eine zunehmende Liberalisierung des Welthandels von enormer Wichtigkeit. Jedoch darf dieser Handel nicht völlig frei, sondern muss fair und kontrolliert ablaufen, um Wohlstand in allen Regionen der Welt zu erzielen. Dabei müssen die verschiedenen politischen, ökonomischen, sozialen und nicht zuletzt ökologischen Gegebenheiten weltweit ausreichend Berücksichtigung finden...
Download des Positionspapiers
„Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft“Bad Homburg im April 2002
Der BDL setzt sich mit den Chancen der Grünen Gentechnik kritisch auseinander. Im Bewusstsein, dass letztendlich VerbraucherInnen an der Ladentheke entscheiden, welche Produkte erzeugt werden, fordert er eine umfassende Aufklärung der Öffentlichkeit und eine transparente Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte. Es muss deutlich gemacht werden, dass Gentechnik bereits Eingang gefunden hat in die aktuelle landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsmittelproduktion. Befürwortet wird der Einsatz der Gentechnik, wenn folgende Forderungen erfüllt sind…
Download des PositionspapiersBDL-Positionspapier zu „Energie“Berlin 2001
…Der BDL fordert einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie und die nachhaltige Förderung regenerativer Energien…Der BDL fordert eine Kostenverteilung nach dem Verursacherprinzip. Alle volkswirtschaftlichen Kosten fossiler und atomarer Energiewirtschaft müssen den jeweiligen Energieträgern zugerechnet werden… Programme für erneuerbare Energie dürfen nicht auf herkömmliche Organisationsformen beschränkt werden, die heute für die Energiepolitik und die Energiewirtschaft verantwortlich sind. Daher fordert der BDL: Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen muss eine integrale Komponente in der zukünftigen Städte- und Landschaftsplanung, in Architektur, Verkehr, Landwirtschaft, Städteplanung und Industrie werden.
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