RYE
Rural Youth EuropeEin Zungenbrecher für deutsche Zungen, hinter dem sich ganz salopp übersetzt die Landjugend Europas verbirgt. Mit dem BDL gehören dem RYE (vormals das European Committee for young farmers’ and 4H Clubs) derzeit 24 nationale Landjugendorganisationen an.
Der Jugendverband bekämpft die Landflucht und übernimmt eine aktive Rolle von Umwelt- und Landwirtschaftsthemen in der Politik.
Sein Ziel: ein Bewusstsein für das Thema „Land“ entwickeln, eine Lobby bilden sowie Aufmerksamkeit auf die Probleme und Bedürfnisse der ländlichen Jugend - national wie international - lenken.
Zu den RYE-Seiten geht es hier >>![]() BDL: Glückwunsch MichaDeutscher ist stellv. Vorsitzender der Europäischen Landjugend
(BDL) „Ich möchte die Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Landjugend voranbringen“, so Michael Schwab nach seiner Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden des europäischen Landjugendverbandes Rural Youth Europe. Gemeinsam mit Robin Swann aus Irland wird der 24-jährige Student RYEurope in den nächsten zwei Jahren führen.
Die europäische Jugendorganisation vereint 26 Landjugendverbände aus 20 europäischen Ländern unter ihrem Dach. Einer davon ist der Bund der Deutschen Landjugend (BDL), der Michael Schwab für das Amt vorgeschlagen hatte und ihn zu seiner Wahl beglückwünscht.
Für Michael Schwab ist die Tätigkeit bei der Europäischen Landjugend nicht neu. Schon in den vergangenen zwei Jahren gehörte er zum Vorstand und hat viel Zeit in RYEurope investiert. Zudem arbeitet er seit Jahren in der Westfälisch-Lippischen Landjugend mit, deren Vorsitzender er ist.
Zu seinen neuen Aufgaben bei RYEurope zählt insbesondere die Außenvertretung des Jugendverbandes. In dieser Funktion engagiert er sich im Europäischen Jugendforum, das die Jugendorganisationen gegenüber der Europäischen Union vertritt.
„Wichtig ist es jetzt, die Integration der Verbände aus Südosteuropa - insbesondere aus Mazedonien und Serbien - voranzutreiben“, so Michael Schwab. Eine große Herausforderung für alle im RYEurope-Vorstand bleibe dabei die interkulturelle Arbeit. „Hierzulande geht man vergleichsweise offen und frei miteinander um. Das ist anderswo nicht so. Darauf muss man sich stets aufs Neue einstellen, damit niemand auf der Strecke bleibt“, erklärt der junge Mann aus Plettenberg im Sauerland.
Gegenwärtig zählt der europäische Jugendverband rund 500.000 Mitglieder. Alljährlich treffen sich ihre VertreterInnen bei der so genannten European Rally, dem europäischen Landjugendtreffen, das jedes Jahr von einem anderen Land ausgerichtet wird.
Im vergangenen Jahr - zum 60. Geburtstag von RYEurope - war der Jugendverband in Deutschland zu Gast. In diesem Sommer traf sich die Europäische Landjugend in der Schweiz. Eine deutsche Landjugend-Delegation bestehend aus jungen Leuten aus Schleswig-Holstein und Württemberg-Hohenzollern war in die Schweizer Alpen gereist, um dort an der European Rally und der Generalversammlung, bei der Michael Schwab gewählt wurde, teilzunehmen. Sie gehörten zu den Landjugendlichen aus ganz Europa, die eine Woche lang Begegnung lebten. Im nächsten Jahr trifft sich die Europäische Landjugend in Estland. ![]() Europäischer Landjugendtag im 50. Jubiläumsjahr in DeutschlandStaffelstab an die Schweiz übergeben: (BDL) Genau 50 Jahre nach Gründung des europäischen Landjugenddachverbandes RYE (Rural Youth Europe) in Deutschland kamen Landjugendliche aus ganz Europa wieder auf deutschem Boden zusammen und hatten „die beste Woche ihres Lebens“. Das jedenfalls sagten die englischen Delegierten, als sie sich nach dem Europäischen Landjugendtag von ihrem Gastgeber, der Landjugend Westfalen-Lippe (WLL), verabschiedeten.
Die Jubiläumswoche stand für die 115 VertreterInnen aus 20 Landjugendverbänden und 16 europäischen Ländern ganz im Zeichen des Austausches. Unter dem Motto „Future under construction - Youth at work in Europe“ lernten sie die besonderen Herausforderungen des Landlebens in Deutschland kennen, diskutieren aber auch hartnäckig über die Chancen und Entwicklungsperspektiven des ländlichen Raumes und seiner BewohnerInnen im zusammenwachsenden Europa. Dabei wurde deutlich, dass junge Menschen in den ländlichen Räumen nicht nur leben, sondern auch vor Ort mitbestimmen bzw. mitgestalten wollen.
Die Hauptversammlung während des Europäischen Landjugendtages führte rund 30 Delegierte auch nach Berlin. Neben dem Parlament lernten sie das politische System und die Parteienlandschaft der Bundesrepublik kennen. Die Hauptversammlung im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft sei ein Signal für die europäische Landjugend, sich für ihre Lebensräume stark zu machen, so Delme Harris, der RYE-Präsident.
Die European Rally, wie der Europäische Landjugendtag im RYE-Jargon heißt, endete mit einer Festveranstaltung, dem Final Dinner, anlässlich des 50. RYE-Jubiläums. „Unser Landesverband, die Landjugend Westfalen-Lippe, hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Die Erfahrungen während der Rally haben uns nicht nur enger zusammen geschweißt, sondern gezeigt, dass wir egal ob in Wales, in Finnland oder Polen vor ähnlichen Herausforderungen stehen“, so Iris Comdühr, stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Eins will sie dabei nicht unerwähnt lassen: „Dass wir uns voll auf die Inhalte, auf die Workshops und die vielen neuen Gesichter konzentrieren konnten, verdanken wir dem unermüdlichen Einsatz des Orga-Teams aus Westfalen-Lippe.“
Im nächsten Jahr wird das Banner der Rural Youth Europe in der Schweiz gehisst. Die Landjugend Westfalen-Lippe wird ihr bei der Organisation der Rally erworbenes Know-how dort einbringen. Sie arbeitet im Vorbereitungsteam für den Europäischen Landjugendtag 2008 mit. „Es war viel, viel Arbeit, aber auch eine besonders große Ehre für uns, die europäische Landjugend Europas im Jubiläumsjahr zu Gast zu haben“, so Michael Schwab, der im RYE-Vorstand im Vorstenad der Landjugend WLL aktiv ist. Rückblickend bedankt er sich bei den HelferInnen: „Bei der European Rally haben wir viele neue Kontakte geknüpft und viele neue Erfahrungen gesammelt. Wir haben viel über andere gelernt, aber auch über uns. Denn jeder hat mit angepackt. Das verbindet.“
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