Innovative Projekte für den ländlichen Raum
Die Verleihung des Ernst-Engelbrecht-Greve-Preises 2005
Bereits im Jahr 2004 starteten der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) und die R+V Versicherung ihren Aufruf an alle jungen Menschen und Gruppierungen junger Menschen aus dem ländlichen Raum, sich mit kreativen und innovativen Projekten, Aktionen und Maßnahmen um den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2005 zu bewerben.
Zahlreiche Bewerbungen mit herausragenden Projekten und Aktionen aus den Bereichen regionale Entwicklung, Grüne Berufe und Jugendarbeit sind beim BDL eingegangen. Die Gewinner erhielten die hoch dotierte Auszeichnung im Gesamtwert von 10.000 Euro im Rahmen der Jugendveranstaltung des BDL am Sonntag, 23. Januar, auf der Internationalen Grünen Woche 2005.
„Wir freuen uns, dass es so viele engagierte junge Leute mit kreativen Ideen gibt und hoffen, dass der ländliche Raum auch weiterhin in Bewegung bleibt.“ so Rosi Geyer, Bundesvorsitzende des BDL.
Hier nur eine kurze Vorstellung der Preisträger des Ernst-Engelbrecht-Greve-Preises 2005. Sie selbst stellen ihr Projekt auf den Unterseiten vor.
Platz 1 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 4.500 Euro:
Soziale Grüne Landscheune e.V., Rohlsdorf
Errichtung eines Schulbauernhofes
/a>Der Verein „Soziale Grüne Landscheune e.V.“ ist im Sozial- und Umweltbereich tätig und bietet seit einigen Jahren Naturerlebniscamps für Kinder- und Jugendliche an. Ziel ist die Förderung benachteiligter Jugendlicher im ländlichen Raum und deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Der Verein plant nun den Aufbau eines Schulbauernhofes, um Landwirtschaft erlebbar und erlernbar zu machen. Die SchülerInnen können mehrere Tage oder Wochen unter fachlicher Anleitung eigenverantwortlich in der Biogartenanlage und auf dem Bauernhof mitarbeiten und am natürlichen Leben teilnehmen. Auf dem Schulbauernhof werden vom Aussterben bedrohte Haustierarten gehalten und gepflegt. Außerdem können sich die SchülerInnen in der Verarbeitung von Kräutern, Obst und Gemüse üben, an Kochkursen teilnehmen und ihre musischen Fähigkeiten schulen. Mit dem Projekt werden Kinder- und Jugendliche für Landwirtschaft, gesunde Ernährung und Naturerleben sensibilisiert.
Platz 2 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro:
Deutsche Waldjugend in Sachsen e.V., Zethau
„Wir bewirken was und zeigen das“
/a>Mit diesem Projekt werden Jugendliche nicht nur mit moderner Medientechnik vertraut gemacht, sie machen durch eigene Recherchen umfangreiche Erfahrungen mit ökologischen Zusammenhängen und schulen ihre Artenkenntnis. Die Jugendlichen eignen sich Kenntnisse in Bildbearbeitung, im Schreiben von Drehbüchern und im Umgang mit Video- und Filmtechnik an. Sie produzieren im Rahmen qualifizierter Jugendbildungsarbeit Filmbeiträge wie „Winterquartiere der Fledermäuse“ oder „Tag des Baumes“ und führen dazu selbstständig Recherchen durch. Das Projekt trägt zum Wissenszuwachs ökologischer Zusammenhänge bei, fördert den Umgang mit Video- und Printmedien, dient der Berufsorientierung und formt Sozial- und Sachkompetenz.
Platz 3 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro:
Landjugendverband Schleswig-Holstein e.V. (Projektgruppe)
Reiseführer Schleswig-Holstein jung
/a>Ob Badeurlaub oder Kulturtrip, Zelten oder Wellnessauftenhalt, Praktikum oder Städtetrip - mit dem Freizeit- und Reiseführer wird das Entdecken und Erkunden Schleswig-Holsteins zu einem Erlebnis. In verschiedenen Kategorien und nach Landkreisen geordnet wird über Kultur- und Freizeitangebote informiert, die ein Bild von den Besonderheiten des Landes vermitteln. Zur besseren Orientierung dienen im Reiseführer ausklappbare Karten des Landes. Rund 100 Landjugendliche aus ganz Schleswig-Holstein haben Informationen und Tipps zusammen getragen und laden Touristen und Einheimische ein, ein „junges“ Schleswig-Holstein kennen zu lernen oder neu zu entdecken.
Platz 3 - ausgezeichnet mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro:
Landesstelle der Katholischen Landjugendbewegung Bayern e.V.
Die Siedler von Neuland/a>
Das Projekt möchte Jugendliche motivieren, für ihre Region bzw. für ihr Dorf aktiv zu werden und sich mit der Zukunft des ländlichen Raumes auseinander zu setzen. Untergliedert ist das Projekt in eine virtuelle Handelsphase als Spiel im Internet (Rohstoffhandel) mit anschließender realer Bauphase (Einsatz der erhandelten Rohstoffe) im Dorf bzw. in der Region. So können sich Jugendliche aktiv mit sozialen und ökologisch zukunftsfähigen Perspektiven für Landbewirtschaftung und gesunde Nahrungsmittelproduktion auseinandersetzen. Durch das Projekt wird die kreative Mitgestaltung Jugendlicher für lebensfreundliche ländliche Räume angeregt und unterstützt.